Es verspricht einiges an Aufregung.

Unsere freie Mitarbeiterin Liza Dahech schreibt über das Kinojahr 2017 - ein Einblick mit Ausblick!

Hollywood trumpft dieses Jahr mit einer satten Anzahl an Fortsetzungen auf. Allen voran der Zweite Teil der dritten „Star Wars“-Trilogie „Star Wars 8: Die letzten Jedi“, der die Kultreihe in die nächste Runde schickt. Abenteuerlich wird es auch wieder um die Figur des Captain Jack Sparrow, der nun mittlerweile im fünften Piratenfilm einem untoten Javier Bardem gegenüberstehen wird. Eine Blockbuster-Fortsetzung versprechen ebenso Transformers 5, der dritte Teil um X-Men-Mutant Wolverine und nicht zuletzt Spider-Mans „Homecoming“.
Neben den Größen des Sci-Fi-Genres lohnt es sich einen Blick auf das bereits hochgelobte Sozialdrama „Moonlight“ von Berry Jenkins zu werfen, das neben der Revolution des Musicalfilms „La La Land“ einen Oscar von der Academy erhielt – und das ganz ohne große Namen.




Neugierig macht auch Scorseses in Japan spielender Film „Silence“, mit dem der Altmeister seine inoffizielle Trilogie über Religion abschließt. Ein weiterer Kultregisseur liefert uns in diesem Jahr seinen neuen Film: Terrence Malick erzählt in „Song to Song“ die Verstrickung von Liebesgeschichten vor dem Hintergrund der Musikszene Austins mit Ryan Gosling und Michael Fassbinder in den Hauptrollen. Einen waschechten Liebesfilm aus Frankreich präsentiert uns Nicole Garcia mit „Die Frau im Mond“ nach dem gleichnamigen Bestseller von Milena Agus. Marion Cotillard träumt in einer Zeit der ehelichen Absicherung von der freien und wahren Liebe. Eine weitere Literaturverfilmung, auf die man gespannt sein kann, ist die Verfilmung von Dave Eggers dystopischem Roman „The Circle“, in dem Emma Watson tief in den Sog eines Technologieunternehmens gerät. Die Aktualität von Überwachung und Privatsphäre in Zeiten von Social Media inszeniert als spannender Sci-Fi-Thriller!




Aktuell in ganz anderer Hinsicht ist auch der auf der Biennale prämierte Film des Finnen Aki Kaurismäki „Die andere Seite der Hoffnung“, der vermag, trocken und dennoch humorvoll mit dem Schicksal eines illegalen Flüchtlings in Finnland umzugehen. Ein besonderer Film, der spielerisch die Grenzen zwischen Traum und Realität erkundet und gleichzeitig leise und eindringlich die Krebskrankheit eines kleinen Jungen erzählt, ist „Sieben Minuten nach Mitternacht“. Das bildgewaltige Fantasy-Drama verspricht generationsübergreifendes Kino mit Anspruch.
Starke dokumentarische Einblicke bietet in diesem Jahr vor allem das Porträt des Leipziger Künstlers Neo Rauch, das seine Premiere beim letzten DOK-Festival feierte. So auch der Dokumentarfilm „Happy“, in dem die Filmemacherin die Ehe ihres Vaters zu einer thailändischen Frau thematisiert und sich selbst wie den Zuschauer mit drängenden Fragen konfrontiert. Als absoluten Höhepunkt allerdings erwartet man den dokumentarischen Filmessay „I am not your Negro“, der unter Einbezug eines unfertigen Manuskripts des afroamerikanischen Schriftstellers James Baldwin die Geschichte des Rassismus in den Vereinigten Staaten aufarbeitet.




Das Jahr 2017 füttert uns also wieder mit allerhand Unterhaltung. Von nervenaufreibend bis actiongeladen, von einfühlsam bis nachdenklich bietet die Kinolandschaft wirklich jedem Auge und jeder Stimmung die entsprechende cineastische Darbietung.
Und übrigens: Nicht nur Hollywood kann Fortsetzung: Auch der Publikumsliebling Elyas M’Barek geht mit „Fack ju Göthe 3“ in die letzte Runde um den unkonventionellen Lehrer Zeki Müller. Und eine garantiert irrwitzige Zusammenkunft steht uns bevor, wenn sich die beiden Kult-Kiffer Stefan und Kai nach 15 Jahren endlich wieder vereinen; auch wenn Lammbock jetzt Lommbock heißt.